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Pressemeldung veröffentlicht in ABB und Badisches-Tagblatt | 24.04.2017

Sanierung oder Neubau

Freie Wähler informieren sich über den Gebäudezustand des Windeck-Gymnasiums

Elektrospeicherheizung und Wärmedämmung des 1973 eingeweihten Windeck-Gymnasiums entsprechen nicht mehr den heutigen Anforderungen. Deshalb sollte nach Meinung der Freien-Wähler-Fraktion dieses Jahr noch entschieden werden, ob der Altbautrakt mit dreißig Klassenzimmern energetisch saniert oder durch einen Neubau ersetzt wird. Ein Architektenwettbewerb, bei dem auch die Kosten für beide Varianten zu ermitteln sind, soll zur Klärung beitragen. Dabei sind auch die Förderquoten des Landes mit ins Kalkül einzubeziehen. Der Schulbetrieb muss in beiden Fällen aufrecht erhalten bleiben.

Schuldirektor Bruno Bangert informierte den Stadtverband der Freien Wähler und Jugendräte über den aktuellen Zustand des Gebäudes. Bei einer Sanierung müsste total entkernt werden, damit Bodendämmung und Heizungsleitungen installiert werden können. Dann käme es aber zu einem Höhenversatz zwischen dem sanierten Altbau und den übrigen Gebäudeteilen. Allerdings würde bei einer Sanierung die Größe der Klassenzimmer beibehalten werden können. Bei einem Neubau wären die Klassenzimmer statt jetzt siebzig nur noch sechzig Quadratmeter groß. „Dies ist ein Argument, das bei Schülern, Eltern sowie Lehrerinnen und Lehrern schwer wiegt.“ so Bangert.

Während der Erstellung des Neubaus könnte der Schulbetrieb ununterbrochen im Altbau stattfinden, während bei einer Sanierung dazu Container angemietet werden müssten, um den Unterricht durchzuführen. Der Neubau müsste über alle Etagen an die neueren Gebäudeteile des Gymnasiums mit der Verwaltung und den naturwissenschaftlichen Räumen angeschlossen werden. Sybille Feurer bemerkte, dass der Neubau deutlich näher an die Kreisstraße K3749 gerückt werden müsste als der jetzige Standort des Altbaus. Folge wäre eine erhöhte Lärmbelastung an der zur Straße hin gewandten Gebäudeseite. „Wird der Abstand auf ein Viertel reduziert, erhöht sich die Schallenergie um mindestens das Vierfache, so dass der Lärmpegel mehr als sechs Dezibel (A) zunimmt.“ erläuterte FW-Stadtrat Karl Ehinger. Allerdings würde der Schulhof durch den Neubau besser gegen den Verkehrslärm von der Kreisstraße abgeschirmt.

Sowohl bei der Sanierung als auch beim Neubau müssten die Klassenräume nach den Worten des Schulleiters Bangert unter anderem mit Beamern und Visualizern (Gerät zur Projektion von Buch- oder Heftseiten mit dem Beamer) so ausgestattet werden, dass sie den Anforderungen der neuen Lehrpläne genügen. Aus Sicht der Jugendrätin Daniela Alesi sollte der Schülermitverwaltung (SMV) ein eigenes Zimmer zur Verfügung stehen, auch gehöre ein Aktivitätsraum heute zu einer modernen Schule. Schuldirektor Bangert hält darüber hinaus Besprechungsräume für Eltern-Lehrer-Gespräche für notwendig. Er hofft, dass ein Architekt beauftragt wird, der Erfahrungen im Schulbau durch Referenzen nachweisen kann, denn „schließlich müssen die neu gestalteten Räume die nächsten fünfzig Jahre genutzt werden“. Es dürfe nicht an den falschen Stellen gespart werden. Der Vorsitzende der Freien Wähler im Bühler Stadtrat Karl Ehinger versprach, dass sich seine Fraktion für die beste Lösung für Schüler und Schule einsetzen werde. Je früher saniert oder neugebaut würde, umso eher verringerten sich die Energiekosten.

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