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Pressemeldung November 2009


Freie Wähler informieren über die aktuelle Entwicklung am Bühler Arbeitsmarkt

Bei einer Informationsveranstaltung in Altschweier informierten sich die Mitglieder des Stadtverbandes der Freien Wähler sowie einige interessierte Bürger über die aktuelle Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt. Hermann Müller, Leiter der Agentur für Arbeit Außenstelle Bühl, hatte sich gut auf den Abend vorbereitet. Im ersten Teil des Abends ging er auf die gesetzlichen und organisatorischen Rahmenbedingungen der sogenannten Grundsicherung für erwerbsfähige Hilfsbedürftige nach dem 2. Sozialgesetzbuch (Arbeitslosengeld II) ein. Hier findet derzeit eine vom Gesetzgeber vorgegebene Umstrukturierung statt. Die Antragssteller haben bisher das Problem, dass sie zwei Anlaufstellen aufsuchen müssen um die volle Unterstützung zu erhalten. Dies rührt daher, dass die Bundesagentur z.B. für die Arbeitsplatzvermittlung und die Auszahlung des Arbeitslosengeldes zuständig ist und die Kommune für Unterkünfte und andere Versorgungsleistungen aufkommen muss. Ziel ist es in Zukunft alle hierzu nötigen Anträge an einer Anlaufstelle zu erfassen. Ob dies in Bühl organisatorisch in der Außenstelle der Bundesagentur oder bei der Stadtverwaltung angesiedelt wird, ist derzeit laut Herrn Müller noch nicht entschieden.

Im Bereich der Geschäftsstelle Bühl waren gemäß der letzten Erhebung im vergangenen Monat insgesamt 1172 Arbeitslose gemeldet. Dies entspricht 3,1 Prozent bezogen auf alle zivilen Erwerbspersonen in diesem Gebiet. Im Vergleich mit den anderen Geschäftsstellen des Bezirks der Agentur für Arbeit Rastatt kommt Bühl hier noch verhältnismäßig gut weg. Noch besser sieht es lediglich im Bereich Baden-Baden aus, was sicherlich an der unterschiedlichen Beschäftigungsstruktur liegt, die dort überwiegend dienstleistungsorientiert ist. Die Zunahme der Arbeitslosigkeit in Bühl um 1 Prozentpunkt gegenüber dem Vorjahr zeigt, dass die allgemeine wirtschaftliche Krise auch auf dem Bühler Arbeitsmarkt angekommen ist. Ohne das arbeitsmarktpolitische Instrument „Kurzarbeit“ würden die Zahlen anders aussehen. Laut den Ermittlungen der Agentur für Arbeit wurden im Bezirk Rastatt rund 2500 Entlassungen durch die Nutzung dieser Maßnahme durch die Betriebe verhindert. Rund 400 Betriebe in diesem Gebiet wurden im laufenden Jahr von Mitarbeitern der Agentur zu Kurzarbeit und Qualifizierung beraten. Herr Müller nutzte auch diesen Abend, um darüber zu informieren, welche Voraussetzungen es für die Gewährung von Kurzarbeitergeld gibt und welche Formen der Qualifizierung gefördert werden. Qualifizierung in der Kurzarbeit bedeutet, dass z.B. ungelernte Arbeitskräfte durch spezielle Ausbildungsmaßnahmen während ihrer Kurzarbeit die Möglichkeit haben einen Berufsabschluss zu erzielen. Die entstehenden Kosten können hierbei von der Agentur zu einem großen Teil übernommen werden. Aber auch für bereits ausgebildete Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer gibt es die Möglichkeit von geförderten Weiterbildungsmaßnamen im Rahmen eines Europäischen Sozialfonds (ESF). Arbeitnehmer können so im Anschluss höherwertigere Arbeiten übernehmen. Die Betriebe haben den Vorteil, dass dem allgemeinen Fachkräftemangel entgegengewirkt wird. Das gemeinsame Ziel ist, gestärkt aus der Krise herauszukommen.

In einer lockeren Runde konnten noch viele Detailfragen der Teilnehmer des Informationsabends durch Hermann Müller geklärt werden. Herbert Meier dankte ihm hierfür im Namen der Bühler Freien Wähler.

Letzte Aktualisierung 10.03.2020  |  © 2020 Freie Wähler Bühl   |   Design TS Fromme, IT
 

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